<%@ Language=JavaScript %> Eine kleine Chronik
Die Geschichte des Hansenbarg Das Barca-Haus um 1910
Eine kleine Chronik
 

Ein Auszug aus dem Hansenbarg-Kurier No. 66, der Jubiläumsausgabe ...

... anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Hansenbarg vom August 2004,
                         und für das Internet überarbeitet.


 

Was war denn vorher?

           Im Februar war es soweit: das Fachkrankenhaus Hansenbarg wurde 25 Jahre alt. Deshalb dreht sich
in diesem Kurier ja alles um den Hansenbarg.

           Hier nun ein paar „trockene“ Daten:

 

1908

In einem Vermessungsprotokoll sind erste Eintragungen über den erworbenen Besitz des Franz Barca zu sehen.

   
Das Barca-Haus um 1910
 

1910

Das „Barca-Haus“ wird von dem Architekten Emil Neupert für
Franz Barca, Juwelier aus Hamburg, erbaut.

1915

Franz Barca erwirbt weiteren Grund östlich der Schmalen Aue.

     

Franz Barca
(links mit Bruno Günther)
am 2. September 1950
zur Einweihung des
Franz-Barca-Weg und
Ende der 50er Jahre

     

1936

Der Hamburger Juwelier verkauft das Haus, lebt aber gelegentlich im damaligen Gärtnerhaus.

   

Vermessungsprotokoll des
Hansenbarg von 1908 und
Kartenausschnitt von 1969

   

1939

Die Landesversicherungsanstalt der Freien und Hansestadt Hamburg (LVA) kauft das gesamte Anwesen im Juni für 73.000,- Reichsmark.

1940

Der Hansenbarg wird als Übungslager für Jugendliche unter der Leitung der Oberin Veldhusen von der Nationalsozialistischen Volksfürsorge (NSV) in Betrieb genommen.

1945

Nun wird der Betrieb der „Kinderheilstätte Hansenbarg“ aufgenommen. Die Kapazität beträgt erst 35 Betten, wird dann aber durch das Aufstellen einer Baracke auf 90 Betten erhöht.
Die Leitung hat die Oberschwester Maria Siemer.

   

Brikett stapeln und Holz hacken um 1946

   

4. November 1946:
Die Baracke ist fertig gestellt

   

Bohren tat Not

   

1947

Im Herbst wird ein neuer Brunnen gebohrt und man stößt in 64 Meter Tiefe auf gutes Trinkwasser, woraufhin ein Jahr später im Sommer das dazugehörende Brunnenhaus fertig gestellt wird.

   

Weihnachtsfeier 1948

 

1948/49

Ein zweigeschossiger Anbau mit Keller, Kinderspeisesaal und Personalunterkünften wird von dem Architekten Karl Sterra erbaut. Gleichzeitig wird der Neubau eines Angestelltenwohnhauses mit zwei Wohnungen errichtet.

   

Pause ...

   

Die ersten Angestelltenwohnungen
werden am 15. Juni 1949 von
dem Heizer Karl Seiler und
dem Gärtner Erwin Küsel
mit ihren Familien bezogen.

   

1949/50

Das dreigeschossige, unterkellerte Haupthaus (später Hansen-Haus) wird gebaut.

   

Das Haupthaus
(später: Hansen-Haus)
1951

   

1950

Am 25. Februar wird dieser Neubau mit 103 Betten in Betrieb genommen.

     

Das „moderne“
Röntgengerät und
ein Kinder-Schlafraum 1951

     

1951/55

Es werden Garagen, ein Gewächshaus, ein Stallgebäude und eine dritte Angestelltenwohnung gebaut.

   
 

1955

Seit dem 1. Januar gibt es die neue Bezeichnung
„Kinderkurheim Hansenbarg“

 

1960

Franz Barca stirbt 87-jährig.

 

Liegehalle (heute Frauengruppe) und Speisesaal 1961

   

1965/67

Ein neues Personalwohnhaus mit 20 Apartments, sowie ein Feuerlösch- und Badebecken werden durch Karl Sterra errichtet.

   
Das
Personalwohn-
haus
(später:
Alida-Haus)

   
   
 
   

Speisesaal und Küche am 12. März 1969
und während des Wiederaufbaus

 
 
   

1969/70

Durch einen Brand wird das Dach des Speisesaalanbaus am 11. März zerstört. Der Wiederaufbau des Wirtschaftstraktes beginnt am 1. August durch die Architektengruppe Sterra / Lehmann.

   


Der Speisesaal 1969 nach dem Brand und nach dem Wiederaufbau 1972

   

1971

Es werden 11 Reihengaragen gebaut.

1972

Das Haupthaus erhält ein zweites Treppenhaus.

   

Blick auf den
Kleinkinder-Tagesraum im
März 1976

     

1979

Die LVA veräußert den gesamten Komplex an die 1874 gegründete
Alida Schmidt-Stiftung.

   
           Soweit unsere Recherchen zu der Zeit des Hansenbarg davor: vor dem 2. Februar 1979, vor dem „Fachkrankenhaus Hansenbarg“.

           Zum Schluss dieser „Vorgeschichte“ noch ein „Bonbon“: Es lässt sich wohl kaum der Verlauf der Entwicklung der Menschen und ihrer Technik so gut beobachten, wie an einem ihrer wichtigsten Plätze: Der Kochstelle, der Kombüse oder der

 

„Küche des Hansenbarg“

 
 

Text: Marion Jonsson und Achim Kock
Zeichnungen / Fotos: Archiv LVA Hamburg und Käthe Schultz

 

Mittlerweile wurden im Jahr 2006 die Küche vollkommen ausgebaut und erneuert, sowie der Speisesaal renoviert und die Bereiche über der Patientenbibliothek, dem Speisesaal und der Küche um eine Etage aufgestockt.
Somit hat die Klinik eine Kapazität von 100 Betten erreicht und ist damit für das nördliche Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein die größte, vollstationäre Einrichtung für Abhängigkeitskranke.


Ich arbeite an einer ausführlicheren Chronik des Hansenbarg, welche auch die Zeit weit vor 1910 behandeln soll und bin für jedes Material (seien es Karten, Niederschriften, amtliche Eintragungen usw.) dankbar.

Vor allem fehlt es an Bildern aus den Jahren 1979 - 2002.